Aller guten Dinge sind (hoffentlich) drei

von: Rico Kerstan

Heute erfüllt sich für den Königs Wusterhausener Linken-Politiker Stefan Ludwig ein langersehnter Traum. Nachdem seine Partei bereits zum zweiten Mal einen von ihr gestellten Justizminister wegen groben Fehlverhaltens in dessen Amtsführung zur Amtsaufgabe zwingen musste, bekommt Ludwig nun die Chance seines Lebens.

 Der Makel, für seine Partei nur dritte Wahl gewesen zu sein, wird ihn selbst vermutlich nicht allzu sehr schmerzen. Eine Belastungsprobe ist dieser neuerliche Versuch, einem Linken das Amt des Justizministers zu übertragen, vor allem für die Menschen im Land Brandenburg. Es ist ein wahres Trauerspiel, dass das für einen Rechtsstaat so bedeutende Justizressort jemandem überlassen wird, der bereits zweimal in der parteiinternen Besten-Auswahl unterlegen war. Auch aktuell zeigt sich Herr Ludwig nur als Verlegenheitslösung, aufgrund zahlreicher Absagen besser geeigneter Persönlichkeiten. Die Besetzung des Ministerpostens passt in das traurige Bild, das die rot-rote Landesregierung an so vielen Stellen, wie beispielsweise bei der geplanten Kreisgebietsreform, abgibt. Inwiefern Ludwig aus dieser Position der Schwäche heraus die drängenden Probleme in seinem Ressort - Personalnotstand in Gerichten und Staatsanwaltschaften und damit lang andauernde Verfahren - erfolgreich angehen kann, bleibt offen.

Die Freien Demokraten wünschen Herrn Ludwig, dass er nach dem Motto "Aller guten Dinge sind drei" mehr Erfolg haben wird, als seine beiden Vorgänger – Genossen Schöneburg und Markov. Die Dahme-Spreewälder Liberalen appellieren an Die Linke, ihm in seiner Amtsführung genauer auf die Finger zu schauen, als sie es bei seinen Vorgängern im Ministeramt offenbar getan hat. Noch so einen sozialistischen Skandalminister hat Brandenburg nicht verdient.

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